Johnson & Johnson: 15 Mio. Dosen des Corona-Impfstoffes sind verloren gegangen

Johnson & Johnson: 15 Mio. Dosen des Corona-Impfstoffes sind verloren gegangen

Wie die Zeitung Wall Street Journal berichtet, sei der US-amerikanische Pharmakonzern Johnson & Johnson um 15 Mio. Dosen des Serums gegen das Coronavirus gekommen. Die Ermittlungen des Vorfalls sollen von der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel FDA durchgeführt werden.

Am 31. März wurde bekannt, dass das Unternehmen eine große Lieferung der wichtigsten Zutat für den Corona-Impfstoff bekommen hat, die von der Fabrik Emergent hergestellt wurde. Später stellte sich heraus, dass der Wirkstoff den geltenden Standards nicht entsprach, deshalb wurde er zurückgezogen. Die FDA versucht nun, die Gründe festzustellen, warum das fast fertige Präparat entsorgt werden musste.

Im Laufe der Prüfung wurde geschätzt, dass der Fehler bei der Produktion einer der Impfstoffskomponenten in einem Werk in Baltimore Johnson & Johnson 15 Mio. Dosen gekostet hat. Die Fabrik ist im Besitz des Konzerns, aber sie wird von dem Subunternehmen Emergent BioSolutions Inc mit dem Sitz in Gaithersburg, Maryland, geleitet. Am 1. April hat Emergent BioSolutions Inc mitgeteilt, die Lieferung des nicht standardmäßig hergestellten Wirkstoffes sei entsorgt gewesen.

Trotz Vorfalls besteht die Leitung von Johnson & Johnson auf der Stellung, die Produktionspläne für März übererfüllt zu haben. Früher hat das Unternehmen der US-Regierung über 20 Mio. Dosen des Impfstoffes geliefert. Ende April sollen laut dem Plan noch 24 Mio. Dosen hinzukommen. Weitere 100 Mio. werden voraussichtlich Ende Juni bereitgestellt, obwohl das Weiße Haus sie Ende Mai erwartet.

Der Konzern hat vor, eine Gruppe von für Produktionsvorgänge und Qualität zuständigen Experten ins Werk von Emergent zu schicken. Es sei für die Kontrolle und den reibungslosen Herstellungsablauf notwendig, heißt es von Johnson & Johnson.

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