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Türkische Lira in Schwierigkeiten: kann jemand die Währung retten?

Türkische Lira in Schwierigkeiten: kann jemand die Währung retten?

Viele Länder versuchen in ihrem nationalen Interesse, ihre Währungen abzuwerten, wenn es notwendig ist. Dabei bemühen sie sich sehr darum, den Rückgang natürlich und berechtigt aussehen zu lassen. Keiner will der Manipulationen bezichtigt werden. Die Türkei unterscheidet sich in dieser Hinsicht von anderen Ländern krass.

Eine unvernünftige Geldpolitik des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan hält die Lira stärker unter Druck als irgendwelche Manipulationen. Der niedrige Wechselkurs erfreut allerdings sogar lokale Exporteure nicht mehr. Jüngst wurde das Verbot von Kryptowährungen zum weiteren abträglichen Faktor für die Lira. Das Gesetz gilt für alle Transaktionen zwischen Bürgern und juristischen Personen. Als Folge können digitale Gelder nicht mehr als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Eine solche Entscheidung wurde durch immer größere Popularität der Kryptowährungen im Land hervorgerufen. Sie haben die Lira so heftig zurückgedrängt, dass gewöhnliche geldpolitische Instrumente im Finanzsystem deutlich an Effizienz verloren. Der Gebrauch der nationalen Währung schrumpfte.

Seit die türkische Notenbank ihren Status als unabhängige Regulierungsbehörde de facto verloren hat, ist sie in Schwierigkeiten. Außerdem wechselt Erdoğan die Chefs der Zentralbank in den letzten Jahren viel zu oft. Eine solche Taktik und die oben erwähnte unvernünftige Geldpolitik haben zur Abschwächung und Unvorhersehbarkeit des Lira-Kurses geführt. Als Ergebnis begannen sich die Kryptowährungen immer mehr als Zahlungsmittel zu etablieren. Türkische Bürger und juristische Personen sahen darin eine zeitgenössische Möglichkeit, ihre Kaufkraft zu bewahren.

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