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Wer gewinnt bei den Olympischen Spielen, Sport oder Coronavirus?

Wer gewinnt bei den Olympischen Spielen, Sport oder Coronavirus?

Japanische Regierung steht vor einem brennenden Problem: sollen die Olympischen Spiele ausgerichtet werden oder nicht. Die Experten befürchten, dass sie wegen der vierten Corona-Welle abgesagt werden müssen.

Der Vorsitzenden des Japanischen Nationalen Olympischen Komitees zufolge finde das größte Sportereignis der Welt jedoch statt, aber die Spannung um die Spiele herum steige wegen der vierten Welle des Coronavirus. In zehn japanischen Präfekturen wurden wieder Einschränkungsmaßnahmen verhängt. Viele von ranghohen staatlichen Beamten sprechen sich für die erneute Verschiebung oder sogar eine völlige Absage der Spiele aus.

Die Olympiade sollte Ende Juli im Land der Aufgehenden Sonne starten. Aber die Corona-Pandemie bestimmt nun in großem Maß das Leben, so hat die Austragung der Spiele wegen der vierten Welle immer mehr Gegner. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung möchte das Ereignis verlegt oder abgesagt sehen. Und das weniger als 100 Tage vor dem offiziellen Beginn.

Die Vertreter von NOK sind jedoch entschlossen. Der Olympia-Organisationschefin Seiko Hashimoto zufolge werden die Spiele keineswegs abgesagt. Wir werden alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen ergreifen, damit die Olympiade unter Berücksichtigung der Situation problemlos über die Bühne gehen kann, betonte Hashimoto.

Eine Erklärung des Generalsekretärs der regierenden Liberal-demokratischen Partei Toshihiro Nikai hat die Anti-Olympia-Stimmung noch mehr geschürt. Im Interview gegenüber dem lokalen Fernsehsender TBS TV sagte er, dass die Spiele abgesagt oder unterbrochen werden müssen, falls dadurch die Zahl der Corona-Infizierten sprunghaft steigen würde. Solche Kommentare des Beamten haben eine heftige Kritik in Japan und im Ausland ausgelöst. Später versuchte Nikai, seine Worte abzumildern. Er sagte, dass man sich nach den Umständen richten soll, und dass es nicht gut wäre, die Olympischen und Paralympischen Spiele um jeden Preis durchzuziehen.

Unter den Olympia-Gegnern gibt es viele Ärzte. Sie weisen darauf hin, dass die vierte Corona-Welle das Land im Griff hat und die Zahl der Erkrankten fast den Höhepunkt vom Januar erreichte. Geimpft wurde bisher laut Gesundheitsbehörden jedoch nur 1 % der Bevölkerung. Diese Stellung teilt unter anderen Hiroshi Nishiura, Professor an der Universität Kyoto und einer der Regierungsberater im Kampf gegen die Pandemie. Er hat die Staatsorgane und die Bürger aufgerufen, die Spiele noch um ein Jahr zu verschieben.

Laut Umfragen der Nachrichtenagentur Kyodo News sei nur weniger als ein Viertel der Japaner der Meinung, dass die Olympiade am 23. Juli dieses Jahres starten soll. 39,2 % der Befragten sprechen sich für die Absage und noch 32,8 % für die Verschiebung des Events aus.

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