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Die Carry Trade Strategie ist eine der beliebtesten Strategien beim Handel am Forex. Ihr Grundprinzip liegt darin, eine Währung mit einem hohen Zinssatz zu kaufen und gleichzeitig eine andere Währung, welche einen niedrigen Zinssatz aufweist zu verkaufen. Auf solche Weise kann der Trader neben den Kursschwankungen auch von den Zinsen profitieren.

Die Zinserträge, die gekaufte Währung gegenüber der parallel verkauften Währung mehr abwirft, werden durch das Halten der Position über Nacht erzielt.

Der Trader nimmt beim Broker einen Kredit einer Währung auf, der einen niedrigen Zinssatz besitzt, um damit eine andere Währung mit höherem Zinsniveau zu verkaufen. Dabei spekuliert er darauf, dass ihm aufgrund der höheren Einkünfte aus Zinsen nach Rückzahlung des Kredits trotzdem noch ein Gewinn verbleibt.

Der Rollover-Zins, der sich aus der Zinsdifferenz ergibt, kann positiv oder negativ ausfallen. Übersteigt der Zinssatz derjenigen Währung, die der Anleger kauft, den Zinssatz der Währung, die er verkauft, wird ihm der Rollover ausbezahlt - er erhält zusätzlichen Gewinn aus seiner Position. Ist hingegen der Zinssatz der Währung, die der Anleger kauft, niedriger als derjenigen Währung, die er verkauft, muss er den Rollover-Zins bezahlen - es ergibt sich also ein zusätzlicher Kostenfaktor für seine Position.

Als Beispiel nehmen wir das meistgehandelte Währungspaar EUR/USD und die Leitzinssätze der Europäischen Zentralbank (EZB) von 0,05% und der Federal Reserve (Fed) von 0,25%. Ein Lot EUR/USD (10.000 Einheiten der Basiswährung) wird zu einem Kurs von 1,2702 gekauft bzw. verkauft. Die jährliche Swap Rate beträgt ((0,05% – 0,25%) x 10 000 x 1,2702) / 100% = -25,404 USD oder -25,404 USD/365 = -0,0696 USD pro 24 Stunden. Mit einer Short-Position in diesem Währungspaar verkauft man also den Euro und kauft den US-Dollar. Die Differenz in Zinssatz beider Regionen ist relativ hoch und dem Trader entsteht ein positiver Swap von 0,0696 USD.

Der US-Dollar wird entsprechend bei einer Long-Position als die Hochzinswährung verkauft. Da das Zinsniveau der Währung, die man verkauft, höher als der Zins für den gekauften Euro ist, so fällt ein negativer Swap aus und der Rollover muss gezahlt werden.

Wichtig ist hierbei, den Mittwoch zu beachten. Denn für Mittwoch ist daher die Valuta der Freitag. Das heißt, dass für alle Positionen, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gehalten werden, der dreifache Rollover berechnet wird. Auch wenn Sie eine Position um 22:59 Uhr eröffnen sollten und diese wieder um 23:01 Uhr schließen. Das heißt für das Halten einer Position von 2 Minuten zahlt oder erhält man hier den dreifachen Swapsatz. Dasselbe gilt bei Feiertagen, denn fallen Feiertage in den Finanzierungszeitraum, verlängert sich dieser bis zur nächsten Valuta.

Für Trader, die sich für Carry Trade Strategie entschieden haben, ist es empfehlenswert, die Wechselkurse klassischer Währungspaare wie beispielsweise NZD/JPY und AUD/JPY zu verfolgen. Ein Währungspaar mit hoher Zinsdifferenz muss zudem stabil stehen oder einen Aufwärtstrend zu Gunsten der Währung mit den höheren Zinsen aufweisen.

Alle Leitzinssätze, Währungskurse und weitere Angaben, die für Berechnungen genutzt wurden, beziehen sich auf Oktober 2014 und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.

Sehen Sie sich das Video an und erfahren Sie mehr, wie man von Carry Trade profitieren kann:

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