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„Gasschmerz“ Europas ist „Kraft Sibiriens – 2“

„Gasschmerz“ Europas ist „Kraft Sibiriens – 2“

Laut der Ratingagentur Fitch erwartet Europa ein Mangel an blauem Brennstoff, wenn Gazprom seine Lieferungen in die Volksrepublik China über die Gasleitung „Kraft Sibiriens – 2“ erhöht.

Nach Berechnungen von Fitch wird Gazprom die Gaslieferungen nach Europa im Rahmen langfristiger Verträge fortsetzen. Die Menge an LNG, die durch Spotgeschäfte verkauft wird, wird jedoch deutlich zurückgehen. Infolgedessen wird der Status der russischen Gasholding als des Lieferanten der letzten Instanz in Europa in Frage gestellt. Blauer Brennstoff aus Westsibirien wird teilweise nach China exportiert, glauben Experten.

Vor diesem Hintergrund wird der Gasmarkt in Europa unter Defizit leiden. Der aktuelle Bedarf an blauem Treibstoff wird durch LNG befriedigt, „für das man mit Asien konkurrieren muss“, sind sich die Analysten sicher. Wenn China russisches Gas in großen Mengen kauft, wird Europas Bedarf an zusätzlichen LNG-Mengen nicht geschlossen.

Experten erwarten in den nächsten fünf bis zehn Jahren nach der Inbetriebnahme von „Kraft Sibiriens – 2“ einen Gasmangel in Europa. In Zukunft wird sich die Situation in Europa stabilisieren, da der Bedarf an blauem Treibstoff wegfällt. Der Grund dafür ist die hohe Wahrscheinlichkeit einer Energiewende. Zuvor erklärten sich die Länder der Eurozone bereit, „saubere“ Energiequellen zu nutzen.

Die Hauptrohrleitung „Kraft Sibiriens – 2“ beinhaltet den Transport von russischem Gas aus sibirischen Vorkommen in die Volksrepublik China durch die Mongolei. Die Gaspipeline wird Region Krasnojarsk, Irkutsker Gebiet, Burjatien und Transbaikalien durchqueren. Laut dem Projekt wird die Kapazität der neuen Gasleitung 50 Milliarden Kubikmeter Kraftstoff pro Jahr betragen. Die Pipeline, deren Bau für 2024 geplant ist, ist in der Kapazität von „Nord Stream – 2“ nicht schlechter.

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