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Chinas weiteres Verbot: unseren Tech-Unternehmen seien IPOs in den USA nicht erlaubt!

Chinas weiteres Verbot: unseren Tech-Unternehmen seien IPOs in den USA nicht erlaubt!

Nach Angaben von The Wall Street Journal plane die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC) im Land eine Reihe von Regeln einzuführen, die großen Technologieunternehmen IPOs im Ausland, insbesondere in den USA, verbieten würden. Das Verbot betreffe vor allem Firmen, die mit Nutzerdaten arbeiten würden.

Die neuen Regeln sehen den Schutz der Personaldaten der chinesischen Bürger vor. Sie sind für jene Unternehmen bestimmt, die mit Hilfe ihrer außerhalb der Volksrepublik China registrierten Organisationseinheiten planen, an ausländische Börsen zu gehen. Dazu gehören Technogiganten Alibaba Group Holding Ltd., Didi Global Inc ADR und Tencent Holdings Ltd. Diese Unternehmen umgehen die Beschränkungen, indem sie eine sogenannte Variable-Equity-Entität (VIE) verwenden. Dieses Tool ist für die Gewinnung von ausländischem Kapital und Platzierung in Offshore.

In den letzten zwei Jahren wurde die VIE-Struktur von vielen chinesischen Unternehmen genutzt. So erhielten sie Zugang zu ausländischem Kapital, indem sie sich in Offshore registrieren und den Status der Börsen in den USA und Hongkong erhalten. Mit VIE können internationale Investoren auch Anteile an Offshore-Einheiten chinesischer Unternehmen erwerben. Derzeit brauchen private Firmen in China, die die VIE-Struktur verwenden, keine CSRC-Genehmigung, um an die US-Börsen zu gehen. Das passt nicht zu den Aufsichtsbehörden in China, deshalb hat CSRC die Entwicklung neuer Regeln übernommen. Ihre Umsetzung ist für das vierte Quartal 2021 geplant, daher hat CSRC eine Reihe von Unternehmen gebeten, den Börsengang im Ausland zu verschieben.

Die neuen Regeln werden Pekings Kontrolle über die Unternehmensstruktur von VIE sowie über Unternehmen verstärken, die sich mit Internetdiensten, Telekommunikation und dem Bildungsbereich befassen. Laut chinesischen Beamten ist dies aus Gründen der nationalen Sicherheit notwendig. Der Katalysator für die Verschärfung der Vorschriften waren die Aktionen von Didi, einem der größten Unternehmen im Bereich der Personentaxis. Das Unternehmen debütierte an der Wall Street und ignorierte die Empfehlungen der chinesischen Regulierungsbehörde.

Beachten Sie, dass große Unternehmen des IT-Sektors eine offizielle Genehmigung für den Börsengang benötigen, um ausländisches Kapital auf den Markt zu bringen. Es bietet interministeriellen Ausschuss, bestehend aus Mitglieder der CSRC, der Verwaltung des Cyberspace und einige Ministerien der Volksrepublik China. Der Start dieser Behörde ist in den kommenden Monaten geplant.

In der Verwaltung des Cyberspace China betonte, dass Unternehmen, die persönliche Daten von mindestens 1 Million Nutzern speichern, vor dem ausländischen Börsengang einen Antrag auf Überprüfung stellen müssen. Nach dem Didi-Vorfall sind neue Anforderungen aufgetaucht. Die Position der offiziellen Vertreter der CSRC steht im Gegensatz zu den Maßnahmen der US Securities and Exchange Commission (SEC), die die Kontrolle über chinesische Unternehmen verstärkt hat, die Börsengänge in Amerika durchführen.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Spannungen zwischen Washington und Peking kehren viele chinesische Unternehmen, zum Beispiel Baidu Inc. in die Heimat zurück. Ende August habe der führende Suchmaschinen-Betreiber ein sekundäres Listing in Hongkong gemacht, sagten die Analysten.

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